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Deutsche Websites verfolgen ihre Besucher im Durchschnitt mit 16 Trackern

Deutsche Websites verfolgen ihre Besucher im Durchschnitt mit 16 Trackern

Websites in Deutschland haben im Durchschnitt 16 Tracker, die Daten sammeln und für gezielte Werbung nutzen können.

Die neueste Untersuchung des Cybersicherheits-Unternehmens NordVPN zeigt, dass deutsche Websites im Durchschnitt 16 Tracker haben. Tech- und Nachrichten-Websites in Deutschland haben sogar noch mehr – im Durchschnitt 41 (Tech) und 24 (Nachrichten) Tracker. Mit 41 durchschnittlichen Trackern auf Tech-Websites von beispielsweise Internet-Providern, Software- oder Hersteller-Seiten haben diese Websites in Deutschland sogar mehr als in allen anderen untersuchten Ländern.

Die meisten der gefundenen Tracker gehörten Drittanbietern. Rund 30 % der Drittanbieter-Tracker gehören zu Google, 11 % zu Facebook und 7 % zu Adobe. Diese Unternehmen verwenden die gesammelten Daten später für Marketingzwecke.

Tabelle

„Die Anzahl der Website-Tracker hängt vor allem von den Datenschutzgesetzen in einem Land ab. Deshalb haben Websites in Mittel- und Nordeuropa, wo die DSGVO-Vorschriften gelten, weniger Tracker als in den USA. In den USA gibt es kein einziges Gesetz, das den Datenschutz für alle Arten von Daten in allen Bundesstaaten regelt.“, sagt Daniel Markuson, Experte für digitale Privatsphäre bei NordVPN.

Die Experten untersuchten die 100 beliebtesten Websites in 25 Ländern der Welt. Mithilfe von drei verschiedenen Tracker-Blockern konnten sie feststellen, wie viele Tracker (wie z. B. ein Cookie oder ein Tracking-Pixel) diese Websites verwenden, um mehr über ihre Nutzer zu erfahren.

Warum sind Tracker für Deutsche gefährlich?

Tracker werden in der Regel in den Code von Websites eingefügt und sind für einen normalen Nutzer schwer zu erkennen. Zu den von Trackern gesammelten Informationen gehören die IP-Adresse, der Standort, der Browserverlauf, die Klicks eines Nutzers auf einer Website, die betrachteten Elemente und deren Dauer sowie die Daten über den verwendeten Browser und das Gerät.

Tracker können Website-Administratoren dabei helfen, die Nutzererfahrung zu verbessern, indem sie analysieren, wie Besucher mit ihrer Website interagieren.

Andererseits helfen diese Informationen bei der Erstellung von Nutzerprofilen, die an Dritte verkauft werden (z. B. an die oben genannten Unternehmen Google, Facebook und Adobe). Diese nutzen die Informationen, um gezieltere und offensivere Werbung zu schalten, die die Nutzer von Website zu Website verfolgen.

Das schlimmste Szenario ist, wenn Cyberkriminelle diese Daten in die Hände bekommen. Sie könnten ein detailliertes Profil über eine Person zusammenstellen und es in einem Phishing-Angriff gegen sie verwenden, indem sie eine individuelle und scheinbar vertrauenswürdige Nachricht verfassen.

Wie man Tracking vermeidet

Laut einer Umfrage von NordVPN machen sich 41 % der Menschen in Deutschland Sorgen darüber, von Social-Media-Giganten (wie Facebook) verfolgt zu werden, 35 % sind besorgt darüber, dass ihre Daten von Informations- und Werbeaggregatoren (wie Google) gesammelt werden, und 38 % wollen nicht, dass Marketingagenturen ihre Daten in die Hände bekommen.

Daniel Markuson empfiehlt eine Reihe von Möglichkeiten, wie Nutzer online weniger verfolgbar werden können:

• Verwenden Sie ein VPN. Durch die Verwendung eines VPN verbergen Sie Ihre echte IP-Adresse und Ihren Standort vor allen Dritten, einschließlich Ihres Internetanbieters, Cyberkriminellen, Netzwerkadministratoren und Werbetreibenden.
• Installieren Sie Tracker-Blocker. Diese verhindern, dass Ihr Browser Informationen über Sie sammelt. Zudem können sie auch als Werbeblocker fungieren. Einige Tracker-Blocker, wie der Online-Bedrohungsschutz von NordVPN, bieten weitere Sicherheitsfunktionen, wie den Schutz vor Malware.
• Verwenden Sie Browser mit mehr Privatsphäre. Nutzen Sie einen Internet-Browser, der speziell auf die digitale Privatsphäre zugeschnitten ist: keine automatische Synchronisierung, keine Rechtschreibprüfung, kein automatisches Ausfüllen und keine Plug-ins.
• Verzichten Sie auf Google. Google sammelt viele Daten über Sie – wenn Sie das vermeiden wollen, müssen Sie sich für andere E-Mail-Anbieter und Suchmaschinen entscheiden.

Die Methodik zur Studie finden Sie hier: https://nordvpn.com/de/blog/nordvpn-studie-webseiten-tracker/

ÜBER NORDVPN
NordVPN ist einer der fortschrittlichsten VPN-Anbieter der Welt, der bereits von Millionen von Internetnutzern verwendet wird. NordVPN bietet eine Double-VPN-Verschlüsselung, Onion Over VPN und garantiert Privatsphäre ohne Datenspeicherung. Eine der wichtigsten Funktionen von NordVPN ist der Bedrohungsschutz, der bösartige Webseiten, Viren, Tracker und Werbung blockiert. NordVPN ist rundum benutzerfreundlich, bietet ein top Preis-Leistungs-Verhältnis und verfügt über 5.000 Server in 60 Ländern weltweit. Für weitere Informationen: www.nordvpn.de

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